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Einkommensrunde für die Beschäftigten der Länder

Kein Angebot der Arbeitgeber in der zweiten Verhandlungsrunde!

Die zweite Runde der Tarifverhandlungen zum TV-L zu Ende gegangen, in einer Videokonferenz hat der Verhandlungsführer des dbb kurz informiert.
Im Ergebnis haben die Arbeitgeber kein konkretes Angebot vorgelegt. Man könne sich eventuell vorstellen, die Inflation irgendwie auszugleichen, das Ganze aber verbunden mit einer Laufzeit von 2 ½ Jahren. Auch wurden Zahlen zu Erschwerniszuschlägen erwähnt, die jedoch weit unter dem liegen, was für den TVöD vereinbart wurde.
Aus der Verhandlungskommission wurde berichtet, dass seitens der Arbeitgeber der Eindruck vermittelt wurde, dass die Beschäftigten der Länder wohl nur „Kostenstellen mit Ohren“ seien. Dies ist Wertschätzung in Reinform…
Wichtig ist nun, Flagge zu zeigen. Es ist erforderlich, durch die Teilnahme an Demonstrationen, Streiks und Mahnwachen deutlich zu zeigen, dass wir mehr verdienen als das, was wir bekommen.

Weitere Informationen folgen!


Hintergrund: Die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes fordern für die Beschäftigten der Länder unter anderem eine Erhöhung der Tabellenentgelte der Beschäftigten um 7 Prozent, mindestens um 300 Euro monatlich sowie eine Erhöhung der Azubi-/Studierenden/ Praktikantinnen/Praktikanten-Entgelte um 200 Euro. Von den Verhandlungen mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) sind etwa 3,5 Millionen Beschäftigte betroffen: direkt ca. 1,1 Millionen Tarifbeschäftigte der Bundesländer (außer Hessen), indirekt ca. 1,4 Millionen Beamtinnen und Beamte der entsprechenden Länder und Kommunen sowie rund eine Million Versorgungsempfängerinnen und Versorgungsempfänger. Die kommende dritte Verhandlungsrunde ist für den 11.-13. Februar 2026 vereinbart.

Der dbb beamtenbund und tarifunion geht mit einer klaren Erwartungshaltung in diese Runde: Die Arbeitgeber der Länder müssen ihrer Verantwortung für einen leistungsfähigen und attraktiven öffentlichen Dienst gerecht werden.

 Anlage dbb Flugblatt