Tarifverhandlungen für die Länder eröffnet

Forderung steht 

Wie in den vergangenen Jahren haben der Deutsche Beamtenbund – dbb – und Verdi beschlossen, gemeinsam die Tarifverhandlungen für den TV-L zu führen. Die Forderungen (siehe Anlage) wurden in den einzelnen Gewerkschaften vorbereitet und am Schluss zusammengeführt. Auch der BTB Sachsen hat sich schon frühzeitig mit der Tarifrunde befasst und sich aktiv in die Forderungsfindung eingebracht. Basierend auf den Wünschen von BTB-Mitgliedern haben sich bereits am 27. August die Arbeitnehmervertreter des BTB digital zusammengefunden und die Ideen aus den einzelnen BTB-Landesgewerkschaften zusammengeführt. In den vom dbb organisierten Regionalkonferenzen – für Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Berlin und Brandenburg am 8. September in Leipzig – haben die BTB-Arbeitnehmervertreter die BTB-Forderungen vorgestellt und gegenüber dem dbb begründet (siehe BTB-Magazin 10/2025). Bei dem Treffen der BTB-Arbeitnehmervertreter am 24./25. Oktober 2025 wurden diese nochmals mit dem dbb-Referatsleiter für Tarif, Ulrich Hohndorf, sowie dem stellv. BTB-Bundesvorsitzenden Axel Weyand weiter erörtert und vertieft. Im Ergebnis wurden unsere Ideen und Vorstellungen von dbb und Verdi weitestgehend geteilt und liegen nun auf dem Tisch der Verhandlungspartner. 

  • Erhöhung der Tabellenentgelte um 7 Prozent, mindestens 300 Euro
  • Erhöhung aller Zeitzuschläge in § 8 Abs. 1 TV-L um 20 Prozent
  • Laufzeit 12 Monate

Am 3. Dezember treffen sich die Verhandlungspartner zur ersten Verhandlungsrunde in Berlin. In der Bundestarifkommission – BTK – ist auch der BTB (Bund) vertreten. Am 4. Dezember werden sich die Arbeitnehmervertreter der dbb-Gewerkschaften digital zusammenschalten und den Verlauf der ersten Runde, insbesondere die Vorstellungen der Arbeitgeberseite, auswerten. Daraus werden sich sicherlich Hinweise und Ideen ergeben, die an die BTK weitergegeben werden. Die Termine der weiteren Verhandlungsrunden (15./16. Januar sowie 11. – 13. Februar 2026) sind bereits vereinbart. Wir müssen zunächst abwarten, was sich aus dem Beginn der Verhandlungen ergibt, jegliche Prognose wäre aus heutiger Sicht „ein Blick in die Glaskugel“.

 

  Anlage Info